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Studium - Examensvorbereitung

StudJur Artikel: Prüfungsangst - Macht Jura krank ?

 

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom und viele Wege führen auch zum erfolgreichen Examen, denn die Frage der Vorbereitung ist grundsätzlich eine individuelle Angelegenheit. So liegt einem Studenten das Alleinstudium und ein anderer benötigt einen Repetitor, um einen entsprechenden Erfolg zu erzielen.

Für die Entscheidung über den Weg der eigenen Vorbereitung sollte man sich etwas Zeit nehmen und überlegen was einem eher liegt. Hier steht sich insbesondere das Alleinstudium in Verbindung mit der Nutzung der universitären Angebote und der Repetitor gegenüber. Was "besser" ist, läßt sich nicht pauschal beantworten. Der Repetitor bietet sich an, wenn man seine Vorbereitung überwiegend Dritten überlassen möchte. d.h. die Auswahl des Lernstoffes sowie der zeitliche Rahmen werden vorgegeben. Dieses System hat den Vorteil, dass die gängigen Repetitorien gut über klassische Klausurprobleme und ihre Lösung informiert sind. Hinzu kommt, dass sie Lernhilfen (Skripte, Karteikarten,...) in verschiedenster Form anbieten, welche sich dem Kursprogramm anpassen. Auf der anderen Seite ist hier zu sehen, dass derartige Kurse um die 100,00 Euro monatlich kosten. Bei einer einjährigen Vorbereitungszeit sind das immerhin etwa 1.200.- Euro. Eine privat organisierte Vorbereitung ist hingegen viel günstiger und die Erfolge sind dort nicht weniger schlecht. Gerade dieses Bild wird jedoch oft mit dem Spruch "Ohne Rep geht nix" suggeriert. In diesem Zusammenhang sollte man zunächst die eigenen/universitäten Möglichkeiten prüfen, denn sie bieten kostenlose Klausurenkurse an, welche unbedingt wahrgenommen werden sollte. Dies gibt auch dann, wenn man mit der Korrektur nicht einverstanden sein sollte, denn entscheidend ist hier u.a. auch die Zeiteinteilung und das Stressmanagement. Ein erfahrener und kühler Kopf bleibt im Ernstfall auch ruhiger und macht weniger Flüchtigkeitsfehler... Ob man nun alleine lernt oder in einer Arbeitsgruppe bleibt jedem dann selbst überlassen. Entscheidend ist bei einer privaten Vorbereitung jedoch eine gute Planung der verbleibenden Zeit. Dabei sind zwei schlichte Hilfsmittel nützlich. Zum einen sollte man sich die Prüfungsordnung besorgen (->bei den Landesprüfungsämtern) und zum anderen einen Kalender. In diesen trägt man nun -entsprechend der Wertigkeit des Faches- die Tage und Wochen ein, in denen das Fach gelernt wird. Somit wird nichts vergessen und man hat einen Überblick über den eigenen Wissensstand. Eine eigene Vorbereitung steigert zudem das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und zudem sind die erarbeiteten Materialien z.B. auch noch im Referendariat nützlich. Beim erarbeiten des Stoffes haben sich Karteikarten bewährt. Auf sie kann man z.B. eine Zusammenfassung einer Problematik in wenigen Worten/Sätzen notieren und sie später gut wiederholen. Wiederholung und Straffung des Materials ist auch essentiel, da sich so trotz der Fülle des Prüfungsstoffes ein guter Lerneffekt erzielen läßt. Mit der Examensvorbereitung sollte dabei etwa ein Jahr vor dem Examen angefangen werden. Das tägliche Lernpensum liegt etwa bei 4-6 Stunden in der Anfangsphase und bei bis zu 8 Stunden vor dem Examen.

 

Unser Buchtipp für das Examen

Achim Berge/Christian Rath/Friederike Wapler
Examen ohne Repetitor - Leitfaden für eine selbstbestimmte und erfolgreiche Examensvorbereitung
2. Auflage

2001, 243 S., brosch., 13,– EURO, 23,30 sFr, ISBN 3-7890-6435-1

Jahr für Jahr fällt ein Drittel der Prüflinge durch das Jura-Examen. Der Markt für Repetitorien boomt daher. Beim genauen Hinschauen zeigt sich jedoch, daß ein Großteil der Durchgefallenen für viel Geld ein Repetitorium besucht hat, unter den Absolventen mit Prädikats-Examen die »Ohne Rep«-Fraktion aber deutlich überrepräsentiert ist. Könnte ein Examen ohne Rep vielleicht doch die bessere Lösung sein? Ja, meinen die Autorinnen und Autoren dieses Buches und versorgen Jurastudentinnen und -studenten mit allen Informationen, um das Examen ohne bezahlte Nachhilfe zu absolvieren.
Die Leser erhalten Antworten auf alle für eine selbstbestimmte Examensvorbereitung notwendigen Fragen, wie z. B.:
- Wie erstelle ich einen AG-Plan?
- Wie läuft eine AG-Sitzung ab?
- Wie organisiere ich mein individuelles Lernen?
Für die 2. Auflage haben die Autoren die Angaben, insbesondere die Übersicht zu den universitären Angeboten zur Examensvorbereitung, aktualisiert, neue Interviews mit Absolventen des Staatsexamens ohne Repetitor geführt, Arbeitspläne von erfahrenen Hochschullehrern wieder mit eingebunden und Leserkritik verarbeitet. Ein Überblick über die universitätsinternen Angebote zur Examensvorbereitung rundet den Band ab.

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